Gesundheitspolitik im Stau: Ärzte und Fachgesellschaften mahnen zu raschem Handeln
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) fordert angesichts der politischen Krise in Berlin eine rasche Umsetzung der dringend benötigten Krankenhaus- und Notfallreformen, um Insolvenzen und Versorgungslücken in ländlichen Regionen zu verhindern.
- Politik
Die AWMF warnt vor einem politischen Stillstand in der Gesundheitspolitik und fordert die Regierung auf, die dringend notwendigen Reformen im Gesundheitswesen weiter voranzutreiben. Die Fachgesellschaften betonen, dass ein weiteres Zögern untragbar sei und zu unkontrollierten Klinik-Insolvenzen führen könnte, die insbesondere ländliche Regionen hart treffen würden. Im Bereich der Notfallversorgung sei eine gezielte Steuerung der Patientenströme unerlässlich, um Überlastungen zu vermeiden. Die AWMF unterstützt die Einführung prospektiver Instrumente zur Auswirkungsanalyse, um eine effizientere regionale Krankenhausplanung zu ermöglichen. Auch wenn sie einige Details der Reform kritisch sehen, fordern die Fachgesellschaften die politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern dazu auf, die Reformen trotz der angespannten Lage und der bevorstehenden Neuwahlen voranzubringen. Sollte die Vertrauensfrage scheitern, steht eine Neuwahl am 23. Februar 2025 an. Bis zur Bildung einer neuen Regierung bleibt die jetzige geschäftsführend im Amt…
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