Gesundheitsverbände fordern verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie

Ein Bündnis aus BKK Dachverband, Bundesärztekammer, BPI und CPHP fordert eine verbindliche nationale Nachhaltigkeitsstrategie für das Gesundheitswesen mit neun definierten Handlungsfeldern…

8. September 2026
  • Politik
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BKK Dachverband, Bundesärztekammer, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und das Centre for Planetary Health Policy fordern gemeinsam eine verbindliche nationale Nachhaltigkeitsstrategie für das deutsche Gesundheitswesen. Das Bündnis hat dazu ein Eckpunktepapier erarbeitet, das neun Handlungsfelder benennt und dem Bundesgesundheitsministerium sowie den zuständigen Bundestagsgremien vorgelegt werden soll.

Das Papier sieht vor, ökologische Kriterien fest in Entscheidungsprozesse und Leitungsstrukturen aller Gesundheitsinstitutionen zu integrieren. Messbare Indikatoren sollen den Fortschritt bei der Reduzierung von Abfällen und Emissionen kontrollierbar machen. Zu den zentralen Handlungsfeldern zählen Governance, Prävention, Arzneimittelversorgung und Digitalisierung.

Bei Arzneimitteln fordern die Akteure eine nachhaltigere Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Gestärkte Prävention soll den Ressourcenverbrauch durch die Vermeidung unnötiger Krankheitslasten senken. Digitalisierung wird als Hebel für effizientere Prozesse und einen geringeren ökologischen Fußabdruck benannt.

Das Bündnis kritisiert fehlende Anreizstrukturen im bestehenden System und lehnt freiwillige Selbstverpflichtungen als unzureichend ab. Ziel ist eine gesetzliche Verankerung von Nachhaltigkeitszielen im Sozialgesetzbuch und weiteren relevanten Regelwerken. Die Initiatoren sehen Gesundheitsschutz und Schutz natürlicher Lebensgrundlagen als untrennbar verbunden.

Quelle:
boerse-express.com

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