GKV-Reform kostet Uniklinik Mainz 25 Millionen Euro jährlich zusätzlich
Die geplante GKV-Reform belastet die Universitätsmedizin Mainz mit 25 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich und erschwert den laufenden Schuldenabbau, warnt Vorstandschef Kiesslich…
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Die geplante GKV-Reform trifft die Universitätsmedizin Mainz zum ungünstigen Zeitpunkt. Das Haus befindet sich mitten in einem wirtschaftlichen Konsolidierungsprozess und schloss 2025 mit einem Defizit von 75 Millionen Euro ab. Das geplante Gesetz zur Stabilisierung der GKV-Beiträge würde laut Vorstandsvorsitzendem Univ. Prof. Dr. Ralf Kiesslich rund 25 Millionen Euro pro Jahr als zusätzliche Belastung bringen und den Weg der Entschuldung weiter erschweren.
Kiesslich kritisiert, dass bei der Reform strategische Überlegungen kaum eine Rolle spielten. Im Kern gehe es um Kürzung. Er betont die Sondersituation der Universitätskliniken. Fast alle seien defizitär, gleichzeitig bildeten sie das Rückgrat der Versorgung in Krisen und für komplexe Eingriffe, die andernorts nicht mehr möglich seien.
Die Sorge geht über Mainz hinaus. Kiesslich berichtet, viele Partnerhäuser sähen durch das Gesetz eine erhöhte Gefahr ungeplanter Insolvenzen.
Trotz der Kritik zeigt sich Kiesslich beim eigenen Kurs zuversichtlich. Das Defizit sei 2025 bereits reduziert worden, und für das laufende Jahr rechne er erneut mit einer Verbesserung des Gesamtergebnisses. Strukturell setzt die Unimedizin auf Kooperationen, etwa ein trägerübergreifendes Lungenzentrum mit dem Marienkrankenhaus Mainz.
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