GKV sieht ab 2027 milliardenschwere Lücke in der Krankenhausfinanzierung
Der GKV-Spitzenverband warnt vor einer Finanzierungslücke von mehr als 3,5 Milliarden Euro ab 2027 und fordert vier Reformen, um den starken Ausgabenanstieg im Krankenhaussektor zu bremsen…
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Der GKV-Spitzenverband warnt vor einer kritischen Finanzlage der Krankenhäuser ab 2027. Johannes Wolff sagte auf dem DRG|FORUM, die Krankenhausausgaben stiegen deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung. Mit dem Ende der Sofort-Transformation entstehe dann eine Lücke von mehr als 3,5 Milliarden Euro.
Wolff beschrieb das System als Schieflage. Zweistellige Ausgabensteigerungen seien inzwischen normal. Besonders verwies er auf Psychiatrie und Pflege. Seit 2020 flossen nach seinen Angaben mehr als 30 Milliarden Euro Bundesmittel in die Kliniken. Ohne diese Hilfen wäre das System nach seiner Darstellung kollabiert.
Der GKV-Spitzenverband schlägt vier Reformen vor. Er will erstens über Konzentration, Ambulantisierung und eine schärfere DRG-Normierung Effizienzreserven heben. Das orientiere sich an der dänischen 2-Prozent-Regel und solle rund 1 Milliarde Euro bringen. Zweitens fordert der Verband einen „Price Cap“, um den Ausgabenzuwachs im stationären Bereich um 2 Milliarden Euro zu senken.
Drittens soll das Pflegebudget in Selbstkosten enden. Pflege soll wieder in die DRG zurückkehren. Wolff bezifferte das Potenzial auf rund 2 Milliarden Euro weniger Ausgabenzuwachs. Viertens will der Verband Abrechnungsprüfung und Ambulantisierung stärken, etwa über Hybrid-DRGs und Kurzzeitfallpauschalen. Im Text ist hier von zusätzlich 1 Milliarde Euro Effizienzgewinnen die Rede. Damit summieren sich die genannten Einzelbeträge allerdings auf etwa 6 Milliarden Euro und nicht auf die zuvor genannten 5 Milliarden Euro jährlich.
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