GKV-Spargesetz bedroht Märkischen Kliniken durch Millionendefizit
Märkische-Kliniken-Chef Thorsten Kehe warnt vor einem Millionendefizit durch das GKV-Spargesetz, lehnt eine Rückführung des Pflegebudgets ins DRG-System ab und plädiert für die Integration in die Vorhaltepauschale…
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Das geplante GKV-Spargesetz trifft Krankenhäuser strukturell an einer Stelle, an der sie kaum reagieren können. Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, beziffert das drohende zusätzliche Defizit für sein Haus auf mehrere Millionen Euro im kommenden Jahr, sollte das Gesetz in der vorliegenden Form beschlossen werden.
Besonders problematisch ist für Kehe die geplante Anhebung der Prüfquote für Klinikrechnungen. Maximalversorger wie die Märkischen Kliniken behandeln überdurchschnittlich viele komplexe Fälle, die häufiger zu Abrechnungsdiskussionen führen. Die Folgen sind weniger Einnahmen, höhere Rückforderungen und deutlich mehr Verwaltungsaufwand.
In der Debatte um das Pflegebudget positioniert sich Kehe klar. Er sieht das Instrument als Reaktion auf eine Fehlentwicklung im DRG-System, das Mengenwachstum zulasten der Pflegekräfte zugelassen hatte. Das Pflegebudget wiederum habe die Pflegekosten überproportional steigen lassen und den Bezug zur Leistungsrealität verloren, weil es jährlich auf dem Vorjahresergebnis aufbaut und auf jedes Haus individuell zugeschnitten ist.
Eine Rückführung ins DRG-System, wie von GKV und DKG favorisiert, lehnt Kehe ab. Die Allianz kommunaler Großkrankenhäuser (AKG), der die Märkischen Kliniken angehören, schlägt stattdessen vor, die Pflegefinanzierung in die Vorhaltepauschale zu integrieren. Kehe begründet das damit, dass die Vorgaben für Leistungsgruppen auf Pflegekräfte ausgeweitet werden könnten und in Verbindung mit Leistungszahlen sowohl Ober- als auch Untergrenzen definierbar wären.
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