GKV-Sparpaket bedroht 22 Prozent der Standorte für multimodale Schmerztherapie
Das GKV-Sparpaket von Bundesgesundheitsministerin Nina Waken trifft die interdisziplinäre Schmerztherapie besonders hart. 22 Prozent der Standorte sind bereits jetzt in ihrer Existenz gefährdet…
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Die Deutsche Schmerzgesellschaft warnt, dass das GKV-Sparpaket die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie strukturell gefährdet. Bereits 22 Prozent der Standorte stehen laut Fachgesellschaft vor dem Aus. Dort werden 44 Prozent aller Fälle multimodaler Schmerztherapie erbracht.
Gesellschaftspräsident Professor Frank Petzke bezeichnete die Schmerztherapie beim Aktionstag gegen den Schmerz am Dienstag als das „schwächste Glied“ im Krankenhaus-Ökosystem: kein Renditepotenzial, kein Spielraum für Effizienzgewinne durch kürzere Behandlungszeiten.
Die Fachgesellschaft sieht sich politisch doppelt benachteiligt. Das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) hat der Schmerztherapie eine eigene Leistungsgruppe verweigert. Das nun geplante GKV-Sparpaket verschärft die Lage zusätzlich.
Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), warnte vor einer konkreten Folge des Sparpakets. Tarifsteigerungen sollen künftig nur noch zu 50 Prozent refinanziert werden. Kliniken würden dann auf Kosten der Pflege sparen. Weniger Pflegepersonal bedeute weniger Zeit für Schmerzversorgung. Ohne Pflege, so Lux, sei wirksame Schmerztherapie nicht möglich.
Erschwerend kommt hinzu, dass interdisziplinäre Therapieeinrichtungen bereits heute für rund die Hälfte der Betroffenen vom Wohnort aus kaum erreichbar sind.
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