Gleiche Geburt, weniger Geld: Starnberger Hebammen schlagen Alarm
Beleghebammen sollen für dieselbe Leistung künftig weniger verdienen – so sieht es der neue Hebammenhilfevertrag vor. In Starnberg wächst der Widerstand. Die Realität im Kreißsaal passt nicht zum Abrechnungsmodell. Fachkräftemangel droht sich weiter zu verschärfen.
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Zum Welt-Hebammentag herrscht in Starnberg keine Feierstimmung. Grund ist der neue Hebammenhilfevertrag, den der GKV-Spitzenverband mit Berufsverbänden verhandelt hat. Ab November 2025 sollen Beleghebammen nur noch 80 Prozent der üblichen Fallpauschale erhalten. Wird mehr als eine Frau betreut, sinkt die Vergütung weiter. Die geplante Eins-zu-eins-Betreuung gilt als Ideal – ist aber laut Hebamme Margret Stumpf kaum realistisch. Zu viele unplanbare Faktoren, zu wenige Kräfte. Die Folge: drohende Einkommensverluste bei gleichbleibender Haftpflichtlast. Streichungen bei Leistungen wie Blutentnahmen oder der Erstuntersuchung verschärfen die Lage. In Bayern kommt der Großteil der Kinder mit Beleghebammen zur Welt. Fachleute befürchten, dass die Neuregelung den Personalmangel verschärft. Der Kinderschutzbund Starnberg versucht, mit Sprechstunden für Schwangere und junge Familien eine Versorgungslücke zu schließen…
merkur.de
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