GLG-Klinik Prenzlau: Ohne schnelle Lösungen droht das Aus!

Die Beschäftigten der GLG-Kliniken in Prenzlau und Angermünde schlagen Alarm: Unsichere Zukunftsperspektiven, mangelnde Kommunikation und zunehmender Personalmangel gefährden nicht nur ihre Arbeitsplätze, sondern auch die Patientenversorgung.

10. Februar 2025
  • Ökonomie


Seit der Kreistag die Sanierungspläne der Klinikleitung abgelehnt hat, fehlt eine klare Perspektive. Informationen über die Zukunft ihrer Stationen bleiben aus und verstärken die Verunsicherung.

Die Situation auf den Stationen spitzt sich zu: Mehrere Intensivpfleger und Anästhesisten haben bereits gekündigt, weitere Abgänge stehen bevor. Gleichzeitig sorgt die Grippewelle für einen hohen Krankenstand. Diese Entwicklungen gefährden die Notfallversorgung. Das speziell ausgebildete Reanimationsteam ist bereits nicht mehr voll einsatzfähig. Auch auf der interdisziplinären Station ist die Belastungsgrenze erreicht. Zwei Fachärzte haben gekündigt und problemlos besser bezahlte Stellen gefunden. In den Schichten sind oft nur noch zwei Pflegekräfte mit Assistenzpersonal für 30 belegte Betten zuständig – bei einem täglichen Wechsel von fünf bis neun Patienten.

Das Klinikpersonal ist frustriert. Es kritisiert, dass die Geschäftsführung bereits im Sommer von den finanziellen Schwierigkeiten wusste, aber nichts unternahm. Einsparpotenziale blieben ungenutzt, eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitern fand nicht statt. Die Beschäftigten befürchten, dass sich die geplanten Kürzungen durch den anhaltenden Stillstand von selbst einstellen. Sie appellieren an die Verantwortlichen, endlich aktiv zu werden und gemeinsam das Klinikum zukunftssicher aufzustellen…

Quelle:

nordkurier.de


Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.