Göppingen plant Neuausrichtung des Alb Fils Klinikums nach dramatischer Finanzprognose

Der Landkreis Göppingen lässt die Medizinstrategie des Alb Fils Klinikums überprüfen. Bis 2030 drohen Verluste von über 100 Millionen Euro. Bereits 2027 sollen fünf Millionen Euro eingespart werden…

13. Oktober 2026
  • Ökonomie

Der Landkreis Göppingen stellt die Medizinstrategie des Alb Fils Klinikums auf den Prüfstand. Landrat Markus Möller kündigte im Kreistag an, dem Aufsichtsrat eine Neuausrichtung vorzuschlagen. Hintergrund sind drohende Verluste von insgesamt rund 100,65 Millionen Euro bis 2030.

Das 775-Betten-Haus rechnet für das laufende Jahr mit einem Minus von 14,71 Millionen Euro. Für 2027 liegt das kalkulierte Defizit bei 22,71 Millionen Euro. Der Landkreis will davon 17,71 Millionen Euro ausgleichen. Die verbleibenden fünf Millionen Euro soll eine externe medizinstrategische Organisationsuntersuchung durch konkrete Einsparmaßnahmen einbringen.

Als Ursachen für die wachsende Finanzierungslücke nennt das Landratsamt das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, das zu einer Ergebnisverschlechterung von rund fünf Millionen Euro geführt habe. In gleicher Höhe habe sich der Wegfall des zeitlich befristeten Rechnungszuschlags ausgewirkt.

Zusätzlich muss der Kreis für eine Nachfinanzierung im Zusammenhang mit dem Klinik-Neubau ein Darlehen über 16 Millionen Euro aufnehmen. Die Kosten dafür werden laut Landratsamt kostenneutral an das Klinikum weiterverrechnet.

Quelle:
kma-online.de

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