Große Hoffnungen, leere Schnittstellen: KI im Klinikalltag kaum angekommen

Junge Ärzt:innen fordern mehr Künstliche Intelligenz im Klinikalltag – bisher bleibt der Einsatz marginal. Es fehlt an Schnittstellen, Daten und Infrastruktur. Der Wunsch nach Entlastung bei Dokumentation und besserer Information ist groß. KI soll unterstützen, nicht ersetzen.

30. Mai 2025
  • IT
  • Medizin


Trotz hoher Erwartungen bleibt der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im ärztlichen Alltag junger Mediziner:innen bislang die Ausnahme. Im Vorfeld des Deutschen Ärztetages wurde deutlich: Die nachrückende Generation sieht großes Potenzial in KI-gestützten Anwendungen – vom Schreiben von Arztbriefen über die Erkennung von Differenzialdiagnosen bis hin zur Analyse elektronischer Patientenakten. Genutzt werden KI-Tools bislang vorwiegend im privaten Bereich oder zur wissenschaftlichen Recherche. In den Kliniken selbst fehlt es an grundlegender Infrastruktur, Schnittstellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Besonders kleinere Häuser hinken beim digitalen Wandel hinterher. Der Ruf nach standardisierten Datenformaten und interoperablen Systemen wird lauter. Junge Ärzt:innen wünschen sich eine Entlastung bei der Dokumentation, um sich stärker auf die Patientenversorgung und Weiterbildung konzentrieren zu können. KI soll unterstützen, strukturieren und Wissen zugänglich machen – nicht ersetzen.

Quelle:

aerzteblatt.de


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