Grüne und CDU planen mehr Medizinstudienplätze in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sieht der Koalitionsvertrag von Grünen und CDU mehr Medizinstudienplätze, eine Landarztquote, mehr Telemedizin und stärkere Klinikförderung vor…

8. Mai 2026
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Grüne und CDU wollen in Baden-Württemberg die medizinische Ausbildung ausbauen, die Versorgung in ländlichen Räumen stärken und die Gesundheitswirtschaft gezielt fördern. Der Koalitionsvertrag sieht bis zu 170 zusätzliche Studienplätze in der Humanmedizin an bestehenden Medizinischen Fakultäten vor. Ein Teil davon soll für eine Landarztquote genutzt werden.

Die künftige Landesregierung plant zudem mehr Kapazitäten in medizinnahen Studiengängen wie Digital Health, Public Health/Prävention und Biomedizin. Beim Praktischen Jahr der Humanmedizin will sich Baden-Württemberg für eine bundesweit klare Arbeitszeitregelung, verbindliche Qualitätsstandards und gute Betreuung einsetzen. Auch die neue Approbationsordnung für Ärzte und eine finanzielle Bundesbeteiligung bei ihrer Umsetzung stehen auf der Agenda.

Für die Versorgung in ländlichen Räumen nennt der Vertrag den Ausbau der Telemedizin, das Förderprogramm „Landärzte“, das Hausärztemodellprojekt „HÄPPI“ und die Überführung der Gesundheitsplattform „MEDI:CUS“ in die Regelversorgung. Genossenschaftlich organisierte und gemeinwohlorientierte MVZ sollen ebenfalls gefördert werden können.

Kliniken sollen über höhere Investitionskostenförderung in Pauschal- und Einzelförderung unterstützt werden. Konkrete Mittel nennt das Programm nicht. Weitere Punkte sind Krisenresilienz, Digitalisierung, Schulgeldfreiheit in allen Gesundheitsberufen und mehr Pflegeplätze. Alle Vorhaben stehen unter Finanzierungsvorbehalt.

Quelle:
aerzteblatt.de

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