Hackerangriff legte IT der Ameos-Kliniken lahm

Der Hackerangriff auf die Ameos-Kliniken hat die IT-Infrastruktur bundesweit lahmgelegt und die Kommunikation mit Rettungsdiensten massiv gestört. Trotz Beteuerungen zur gesicherten Patientenversorgung berichten Angehörige und Mitarbeitende von organisatorischem Chaos und „schwarzen Bildschirmen“. 

16. Juli 2025
  • IT
  • QM


Die IT-Infrastruktur der deutschen Ameos-Kliniken wurde Anfang Juli 2025 Ziel eines massiven Hackerangriffs. Der Angriff führte dazu, dass der gesamte digitale Betrieb der über 100 zu Ameos gehörenden Gesundheitseinrichtungen bundesweit gestört wurde. Die Konzernleitung reagierte, indem sie sämtliche digitalen Systeme vorsorglich vom Netz nahm, um die weitere Ausbreitung des Angriffs zu verhindern

Die Ursache ist ein gezielter Cyberangriff. Wer hinter dem Angriff steckt, ist bislang unklar. Die Systeme wurden nach Entdeckung vorsorglich abgeschaltet. Ein IT-Sicherheitsexperte vermutet, dass sich Angreifer und Klinik noch in Verhandlungen befinden könnten. Ameos hat bei den zuständigen Behörden eine mögliche Datenschutzpanne gemeldet, hält sich zu Details aber bedeckt.

Betroffen sind unter anderem Einrichtungen in Aschersleben, Bernburg und Halberstadt. Vor Ort berichten Mitarbeitende von Totalausfällen, schwarzen Monitoren und Informationsverlusten. Untersuchungen wie Röntgen oder Laboranalysen waren nur eingeschränkt möglich. Auch E-Mail-Systeme sind ausgefallen. 

Ameos zählt zu den größten privaten Klinikträgern im deutschsprachigen Raum und versorgt jährlich über 500.000 Patient:innen. Die Sicherheitslücke offenbart, wie verletzlich digitale Versorgungsprozesse im Klinikbetrieb inzwischen sind.

Quelle:

mdr.de


Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.