HCB-Studie: Kürzungen von 7,3 Milliarden Euro bis 2030 erzwingen Personalabbau ohne Strukturreform
Eine HCB-Studie erwartet Milliardenkürzungen für Kliniken und warnt vor Defiziten bis 2030, wenn Strukturentscheidungen ausbleiben. DKG und Grüne kritisieren pauschales Sparen ohne Planung und Schutz notwendiger Versorgung…
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Das Spargesetz von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zwingt Krankenhäuser zu Einsparungen von rund vier Milliarden Euro im Jahr 2027, die bis 2030 auf 7,3 Milliarden Euro steigen sollen. Das errechnet das Institute for Health Care Business (HCB). Gesundheitsökonom Boris Augurzky kommt zum Schluss, dass 81 Prozent der rund 1700 Häuser bis 2030 defizitgefährdet wären.
Bereits heute schreibt fast jede dritte Klinik rote Zahlen. Reserven fehlen. Weil das Gesetz keine Vorgaben macht, welche Häuser erhalten bleiben sollen, bleibt Klinikleitungen laut Studie nur der Weg über Betriebskostensenkung und Personalabbau. Die Studie beziffert das auf zehn Prozent weniger Beschäftigte, von Ärzten bis zum Laborpersonal. Pflegepersonal ist ausgenommen, da es über ein gesondertes Budget abgerechnet wird.
Die Krankenhausplanung liegt bei den Ländern. Kein Landespolitiker entscheidet, welche Häuser schließen oder fusionieren sollen. Nordrhein-Westfalen bildet die Ausnahme. Landessozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) schließt Stationen mit geringen Fallzahlen und setzt auf Spezialisierung.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat ihren Berliner Sommerempfang abgesagt und kündigt eine Kampagne gegen die Sparpolitik an. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, warnt vor einem ungesteuerten Strukturwandel, der weder Über- noch Fehlversorgung stoppt, aber unverzichtbare Versorgung gefährdet.
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