HC&S beendet Nachprüfungsverfahren zur Klinikvergabe
Die HC&S AG zieht ihren Nachprüfungsantrag im Vergabeverfahren der Mühlenkreiskliniken zurück. Damit endet auch das Beschwerdeverfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Maßgeblich sind zeitliche Erwägungen und die erwartete geringe praktische Wirkung einer späteren Entscheidung…
- Ökonomie
HC&S beendet vergaberechtliches Verfahren
Die HC&S AG hat am 26. Januar 2026 ihren Nachprüfungsantrag im Vergabeverfahren der Mühlenkreiskliniken AöR zurückgezogen. Damit endet das Verfahren einschließlich der anhängigen Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.
Hintergrund des Vergabestreits
HC&S hatte das Verfahren angestoßen, nachdem aus Sicht des Unternehmens Auffälligkeiten bei Transparenz, Gleichbehandlung und Bewertungslogik der Ausschreibung für ein Sanierungsmanagement gesehen wurden. Kritisch bewertet wurden Auswahlkriterien und der Zuschlag an die Hospital Management Group GmbH mit dem Kandidaten Frank Ohi.
Beschluss der Vergabekammer und zeitliche Abwägung
Die Vergabekammer Westfalen erklärte die Vergabeentscheidung im November 2025 für nichtig. Die Mühlenkreiskliniken legten Beschwerde ein. Die mündliche Verhandlung war für Juli 2026 angesetzt. Nach Angaben von HC&S wäre eine gerichtliche Entscheidung voraussichtlich erst nach weitgehendem Projektabschluss erfolgt.
Implikationen für öffentliche Vergaben
Nach Einschätzung des Unternehmens wäre eine spätere Entscheidung ohne praktische Auswirkungen geblieben. HC&S sieht die vergaberechtliche Klärung durch den Kammerbeschluss als erreicht an und betont die Bedeutung überprüfbarer und nachvollziehbarer Kriterien bei öffentlichen Vergaben im Gesundheitswesen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.