Hefepilz mit hoher Resistenz: Warum Einrichtungen jetzt konsequente Prävention brauchen
Candidozyma auris breitet sich in Europa weiter aus. Kliniken stehen vor resistenten Erregern und offenen Fragen zur Prävention…
- Medizin
Neue Daten des ECDC zeigen eine deutliche Zunahme von Infektionen mit Candidozyma auris. Mehrere Länder melden steigende Fallzahlen und wiederkehrende Ausbrüche. Fachleute bewerten den Pilz als besondere Herausforderung, da er stark an Oberflächen haftet, in der Umgebung lange überlebt und häufig Resistenzen gegen gängige Antimykotika bildet. Der Erreger kann über Monate im Körper verbleiben und sich trotzdem übertragen. Viele Betroffene entwickeln erst spät Symptome wie Fieber oder Wundinfektionen. Echinocandine gelten derzeit als bevorzugte Therapieoption, doch auch hier sind Resistenzentwicklungen möglich. Oberflächen benötigen chlorhaltige Mittel, für die Hände sind alkoholische Präparate geeignet. Nur etwa die Hälfte der Länder besitzt ein strukturiertes Überwachungssystem. In Deutschland wird diskutiert, die Meldepflicht auszuweiten, um Nachweise frühzeitig zu erfassen und Maßnahmen schneller einzuleiten. Die frühzeitige Identifikation von Trägern sowie klare Hygieneregeln bleiben zentrale Bausteine für eine wirksame Kontrolle.
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