Heidi KI automatisiert ärztliche Dokumentation per Spracherkennung

Heidi KI soll ärztliche Dokumentation per Spracherkennung automatisieren, Arbeitszeit einsparen und DSGVO-konform in bestehende Praxissysteme integrierbar sein…

29. Juni 2026
  • Data und KI
  • Digitale Klinik

Heidi KI ist ein digitales Assistenzsystem, das Arzt-Patienten-Gespräche in Echtzeit transkribiert und daraus strukturierte Arztbriefe generiert. Technologische Grundlage sind Large Language Models (LLMs) und Natural Language Processing (NLP), ergänzt durch Automatic Speech Recognition (ASR) und Speaker Diarization, also die automatische Trennung von Arzt- und Patientenstimme.

Das System soll sich über standardisierte Schnittstellen in gängige Praxisverwaltungssoftware einbinden lassen, ohne dass ein Softwarewechsel erforderlich ist. Nach dem Gespräch generiert die KI auf Knopfdruck einen Arztbrief nach dem SOAP-Schema. Die Infrastruktur ist cloudbasiert, die Datenverarbeitung soll DSGVO-konform und verschlüsselt erfolgen.

Für Praxen entstehen monatliche Lizenzkosten. Die wirtschaftliche Gegenleistung ist Zeitersparnis, reduzierte Ausgaben für externe Schreibbüros sowie eine vollständigere Leistungsabrechnung durch KI-gestützte Ziffernvorschläge. Formulare wie Überweisungen oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sollen vorausgefüllt werden, die ärztliche Signatur bleibt jedoch Pflicht.

Medizinische Fachangestellte sollen durch den Wegfall manueller Diktatübertragung entlastet werden. Der Artikel verweist auf Studien aus The Lancet, dem New England Journal of Medicine und dem Deutschen Ärzteblatt sowie auf Meta-Analysen aus PubMed.

Quelle:
medicalblogs.de

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