Herzmuskel aus iPS-Zellen: Japanisches Krankenhaus setzt weltweit neue Therapie ein
In Osaka haben Ärzte erstmals im Labor hergestellte Herzmuskel-Zellschichten aus iPS-Zellen auf das Herz einer Patientin mit schwerer Herzinsuffizienz transplantiert…
- Medizin
Am Keisatsu-Krankenhaus in Osaka ist erstmals weltweit einer Patientin mit schwerer Herzinsuffizienz im Labor hergestellte Herzmuskel-Zellschichten implantiert worden. Die Zellschichten wurden aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) gewonnen und während einer einstündigen Operation auf das Herz aufgebracht.
Die japanische Regierung hatte die Therapie im März für den klinischen Einsatz zugelassen. Chirurg und Klinikleiter Yoshiki Sawa, der das Verfahren gemeinsam mit dem Nobelpreisträger Shinya Yamanaka entwickelt hatte, äußerte die Hoffnung, damit die Lebensqualität der Patientin zu verbessern.
iPS-Zellen lassen sich in nahezu jeden Zelltyp des Körpers umwandeln. Die Therapie richtet sich an Patienten, bei denen alle herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.
Bis 2033 plant Sawas Team laut Medienberichten 75 weitere Operationen. Die Ergebnisse sollen parallel ausgewertet werden, um eine endgültige Zulassung der Methode zu erreichen.
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