Hessischer Entwurf stellt die Weichen für das Zentrum für Tetra- und Paraplegie in Hessisch Lichtenau
Die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau darf nach dem hessischen Entwurfsbescheid alle bisherigen Leistungen anbieten. Das Klinikum Werra-Meißner prüft den Entwurf noch und übermittelt seine Anmerkungen an das Ministerium…
- Politik
Das hessische Gesundheitsministerium hat vorläufig Leistungsgruppen zugeteilt. Damit setzt Hessen die 2024 auf Bundesebene beschlossene Krankenhausreform um, was die Versorgung im Werra-Meißner-Kreis betrifft.
Der Betreiber Licura der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau ist zufrieden und begrüßt die Reform. Die Bündelung spezialisierter Leistungen dort, wo sie mit hoher Fallzahl, großer Routine und höchster Qualität erbracht werden, sei der richtige Weg, sagt Sophie Herchl aus der Unternehmenskommunikation. Die Bestätigung des gesamten Leistungsspektrums unterstreiche die Qualität der Arbeit.
Licura rechnet beim Einsatz und Austausch künstlicher Hüft-, Knie- und Schultergelenke sowie in der Wirbelsäulenorthopädie mit einer weiter steigenden Nachfrage. Als Fachkrankenhaus komme das Unternehmen dem Versorgungsauftrag des Gesetzgebers gern nach.
Sorge hatte Licura um das Zentrum für Tetra- und Paraplegie am Mühlberg. Es ist eines von drei spezialisierten Einrichtungen in Hessen für querschnittsgelähmte Menschen. Die Sorge galt, dass hochspezialisierte Angebote übersehen werden. Nach Angaben des Unternehmens hat das Ministerium für Familie, Senioren, Sport und Pflege (HMFG) mit dem Entwurfsbescheid die Weichen gestellt, dass die Versorgung auch am Standort Hessisch Lichtenau Zukunft hat.
Ganz anders reagiert das Klinikum Werra-Meißner mit Standorten in Witzenhausen und Eschwege. Es äußert sich noch nicht abschließend, da der Vorgang noch nicht abgeschlossen ist. Pressesprecher Florian Künemund kündigt an, den Entwurf sorgfältig auszuwerten und Anmerkungen zu übermitteln. Ziel sei eine leistungsfähige und qualitativ hochwertige Versorgung für die Menschen in der Region. Über wesentliche Ergebnisse will das Klinikum zu gegebener Zeit informieren.
Alle Krankenhausstandorte können Stellung nehmen. Diese Stellungnahmen sollen bei der endgültigen Zuweisung im Dezember berücksichtigt werden, wie das HMFG informiert.
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