Hightech im Operationssaal: Oldenburger Klinik erprobt digitale OP-Technologien
Das Pius-Hospital Oldenburg nutzt Augmented Reality, Simulation und Telemedizin im OP. Die Technologien sollen Eingriffe präziser machen, Ausbildung verbessern und das Klinikpersonal angesichts wachsender Fachkräftelücken entlasten…
- Data und KI
- Digitale Klinik
Das Pius-Hospital in Oldenburg setzt im Operationssaal auf neue digitale Technologien. Eine zentrale Rolle spielt die sogenannte Holomedizin. Dabei projiziert eine Augmented-Reality-Brille dreidimensionale Organmodelle aus CT-Daten direkt in das Sichtfeld der Operierenden. Tumore lassen sich so besser erkennen und Eingriffe gezielter planen.
Nach Angaben der Klinik gehört das Krankenhaus zu fünf Zentren weltweit, die diese Technik einsetzen. Sie kommt vor allem bei komplexen Operationen zum Einsatz, etwa bei Leberkrebs.
Parallel modernisiert das Haus seinen OP-Bereich. Neue Beleuchtungssysteme sollen sich automatisch ausrichten und Schatten vermeiden. Roboter, Kameratechnik und hochauflösende Bildsysteme ergänzen die Ausstattung. In bestimmten Verfahren markieren fluoreszierende Lösungen Blutgefäße, sodass deren Verlauf während der Operation sichtbar wird.
Digitale Technik unterstützt auch die Aus- und Weiterbildung. Neue Mitarbeitende können mit einer Brille virtuell durch die Klinik gehen und Räume erkunden. Simulatoren ermöglichen das Training chirurgischer Eingriffe mit realen Instrumenten und simulierten Komplikationen.
Für Notfälle entwickelt das Krankenhaus zudem telemedizinische Lösungen. Fachärztinnen und Fachärzte können über eine Brille als virtuelle Avatare zugeschaltet werden und den Eingriff aus der Perspektive der Operierenden verfolgen. Klinikdirektor Prof. Dirk Weyhe sieht solche Technologien auch als Antwort auf den erwarteten Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.