Hitzeschutz in Kliniken: Länder in der Pflicht, milliardenschwere Lücke zu schließen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert von den Bundesländern dringend höhere Investitionen, um Kliniken hitze- und klimafest zu machen, denn jahrzehntelange Versäumnisse bei der Finanzierung haben die Gebäude unzureichend auf den Klimawandel vorbereitet.

16. August 2024
  • QM
  • Ökonomie

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert von den Bundesländern dringend höhere Investitionen, um Kliniken hitze- und klimafest zu machen, denn jahrzehntelange Versäumnisse bei der Finanzierung haben die Gebäude unzureichend auf den Klimawandel vorbereitet.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) schlägt Alarm: Die Bundesländer müssen endlich ihrer Pflicht nachkommen und die Investitionskosten der Kliniken, insbesondere für den klimagerechten Umbau, vollständig übernehmen. DKG-Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß kritisiert, dass die Länder seit Jahrzehnten keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stellen, um wirksame Wärmeschutzmaßnahmen wie verbesserte Gebäudehüllen und Kühlsysteme zu finanzieren. Die veraltete Bausubstanz vieler Krankenhäuser, meist aus den 1970er bis 1990er Jahren, sei dem Klimawandel nicht gewachsen. Studien zeigen, dass bundesweit 40 Milliarden Euro nötig sind, um die Kliniken anzupassen. Derzeit versuchen Krankenhäuser, die Hitze mit kurzfristigen Lösungen wie Ventilatoren und Fensterbeschattungen in den Griff zu bekommen, was bei extremen Temperaturen kaum ausreicht.

Quelle:

aerzteblatt.de


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