Hitzeschutz Sofortprogramm gestartet: Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz können ab sofort Anträge stellen
Mit 7,5 Millionen Euro aus Krankenhausinvestitionsmitteln fördert Rheinland-Pfalz standortbezogene Hitzeschutzmaßnahmen in Krankenhäusern. Anträge können ab sofort gestellt werden…
- Politik
- Ökonomie
Rheinland-Pfalz fördert den Hitzeschutz in Krankenhäusern mit einem neuen zweistufigen Sofortprogramm. Das Land stellt dafür einmalig 7,5 Millionen Euro aus den Krankenhausinvestitionsmitteln bereit. Anträge können ab sofort gestellt werden.
In der ersten Phase finanziert das Land standortbezogene Bedarfsermittlungen und Machbarkeitsanalysen. Untersucht werden der sommerliche Wärmeschutz, die Gebäudehülle sowie vorhandene Kapazitäten der Raumluft-, Kälte- und Elektrotechnik. Auf dieser Basis sollen konkrete Maßnahmenpakete entwickelt werden.
Vorrang haben passive Maßnahmen wie verbesserter Sonnenschutz, die Ertüchtigung der Gebäudehülle sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Wo aktive Kühlung notwendig ist, soll diese möglichst mit erneuerbaren Energien, etwa Photovoltaik, verknüpft werden.
In der zweiten Phase werden die ausgewählten Maßnahmen geplant und umgesetzt. Das Land übernimmt sowohl die Kosten der Bedarfsermittlung als auch die baufachlich geprüften förderfähigen Umsetzungskosten zu 100 Prozent im Rahmen der Festbetragsfinanzierung. Betriebs- und Folgekosten tragen die Krankenhausträger.
Staatssekretärin Dr. Tamara Müller vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit begründet das Programm mit dem Schutz von Patientinnen, Patienten und Beschäftigten. Rheinland-Pfalz berücksichtigt Hitzeschutz bereits bei Krankenhausneubauten und Sanierungen. Seit 2024 stehen zudem jährlich drei Millionen Euro für energetische Maßnahmen zur Verfügung, zu denen auch Hitzeschutzmaßnahmen zählen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.