Hohe Bereitschaft, geringe Spielräume: Zivildienst belastet Klinikbudgets
Krankenhäuser zeigen große Offenheit für eine Rückkehr des Zivildienstes. Die Finanzierung gilt jedoch als zentrale Hürde in wirtschaftlich angespannten Zeiten…
- Personal
Krankenhäuser signalisieren eine hohe Bereitschaft, erneut Zivildienstleistende einzusetzen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutsches Krankenhausinstitut, auf die die Deutsche Krankenhausgesellschaft hinweist. 93 Prozent der befragten Häuser würden Zivildienstleistende wieder aufnehmen. Vor der Aussetzung im Jahr 2011 lag dieser Anteil bei 87 Prozent.
Kliniken sehen Einsatzmöglichkeiten vor allem in pflegenahen Unterstützungsaufgaben sowie bei Begleit- und Versorgungsdiensten. Diese Bereiche nennen ebenfalls 93 Prozent der Häuser. Hauswirtschaftliche oder technische Tätigkeiten spielen eine untergeordnete Rolle.
Bei der Dienstdauer bevorzugen zwei Drittel der Krankenhäuser neun bis zwölf Monate. Kürzere oder längere Zeiträume finden deutlich weniger Zustimmung. Als Finanzierungsmodell nennen viele Häuser den Bundesfreiwilligendienst als Vorbild. Kritisch bewerten sie jedoch einen möglichen Eigenanteil von 30 Prozent an einer Vergütung von rund 2.600 Euro pro Monat.
Henriette Neumeyer verweist auf die angespannte Wirtschaftslage vieler Kliniken. Laut Krankenhaus-Index stuft die Mehrheit der Häuser ihre Situation als hoch problematisch ein. Vor diesem Hintergrund seien Vergütungen oberhalb des Niveaus bestehender Freiwilligendienste nicht tragfähig.
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