Hybrid-DRG beschleunigen den Abschied vom rein stationären Geschäftsmodell

Die Ambulantisierung nimmt Fahrt auf. Hybrid-DRG erhöhen den Druck auf Kliniken, Strukturen und Prozesse neu zu denken. Wer jetzt handelt, sichert sich Chancen im Systemwandel…

1. Januar 2026
  • Ökonomie

Die Ambulantisierung der Versorgung gilt seit Jahren als fachlich geboten. Dennoch blieb ihre Umsetzung lange begrenzt. Gutachten zeigen ein hohes Verlagerungspotenzial aus dem stationären Bereich. Es besteht Einigkeit darüber, dass Kliniken künftig mehr ambulante Leistungen erbringen müssen.

Der entscheidende Impuls hierfür kam durch den steigenden Kostendruck und die Einführung der Hybrid-DRG. Diese führen zu einem deutlichen Anstieg ambulanter Fälle und stellen das bisherige stationäre Geschäftsmodell infrage. Für Krankenhäuser bedeutet das einen tiefgreifenden Wandel. Die ambulante Versorgung verlangt nach anderen Abläufen, neuen Strukturen und zusätzlicher Abrechnungskompetenz.

Kliniken stehen somit vor der Aufgabe, sich organisatorisch neu aufzustellen. Praxisbeispiele zeigen, dass dieser Umbau gelingen kann, wenn Prozesse angepasst und Zuständigkeiten klar definiert werden. Offen bleibt jedoch, wer künftig die ambulante Versorgung an der Sektorengrenze prägt. Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhäuser und investorengetragene Anbieter ringen um Einfluss. Zwar wird Kooperation propagiert, doch der Alltag ist von Konflikten geprägt.

Quelle:
bibliomedmanager.de

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