Hybrid-DRGs, AOP, Tagesstationär: IWiG will Kliniken mit neuem Kalkulationssystem fit machen
Das IWiG sieht Ambulantisierung als zentralen Hebel der Krankenhausreform und betont, dass die Umsetzung an klinischen Abläufen scheitert. Ein simulationsgestütztes Kalkulationssystem soll Wirtschaftlichkeit und Prozesse bewertbar machen…
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Die Ambulantisierung wird nach Darstellung des Instituts für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) zu einem zentralen Steuerungsinstrument der Krankenhausreform, weil Gesetze stationäre Leistungen konsequent in ambulante oder sektorenübergreifende Strukturen verschieben. Genannt werden die Erweiterung des AOP-Katalogs nach §115b SGB V, Hybrid-DRGs nach §115f SGB V und die tagesstationäre Behandlung nach §115e SGB V.
Analysen wie die des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen ein klares Ergebnis. Demnach eignen sich bis zu 60 Prozent der heutigen Krankenhauspatienten für eine ambulante oder bereichsübergreifende Behandlung. Das IWiG leitet daraus ab, dass die medizinischen Möglichkeiten vorhanden sind, die Hürde aber in der praktischen Umsetzung der Versorgungsprozesse liegt. Prof. Dr. Michael Greiling betont, es fehle an Prozessintegration für die ambulante Versorgung.
Vor diesem Hintergrund entwickelt das IWiG ein standardisiertes, simulationsgestütztes Entscheidungs- und Kalkulationssystem zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit ambulanter Versorgungsmodelle auf Basis der SPGA-Methodik und ClipMed PPM. Das Institut fordert neue Organisationsformen, klare Verantwortlichkeiten und digital unterstützte Prozessketten und lädt Kliniken, Kostenträger und politische Entscheidungsträger zur Zusammenarbeit an praxisnahen Lösungen ein.
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