Hybrid-DRGs, MBEG-Duell und Datenqualität prägen den Tag der Tools beim DGfM-Herbstsymposium 2026

Der Tag der Tools beim DGfM-Herbstsymposium 2026 zeigt, dass Kodierung, MBEG-Schreiben und Fallsteuerung im Medizincontrolling künftig in hohem Maße KI-gestützt erfolgen…

26. Oktober 2026
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Der Tag der Tools beim DGfM-Herbstsymposium 2026 zeigte, dass KI im Medizincontrolling angekommen ist und den Berufsalltag dauerhaft verändert. Was vor einem Jahr nach Pilotprojekt aussah, ist inzwischen fester Bestandteil vieler Softwarelösungen.

Große Sprachmodelle analysieren medizinische Dokumentationen und leiten daraus Kodierungsvorschläge ab. Einfache Fälle lassen sich damit weitgehend oder teilweise automatisiert bearbeiten. Die Kodierfachkraft wird dadurch zum Revisor komplexer, KI-vorkodierter Fälle.

Der klinische Fall- und Erlösmanager wird zur neuen Rolle im ärztlichen und pflegerischen Team. Die Hybrid-DRGs verdeutlichen die wachsende Komplexität. 2027 kommen 162 neue hinzu, und komplexere Eingriffe werden teils niedriger vergütet als vergleichbare einfachere. Nach aktuellem politischen Willen gelten sie nur für 2027, ab 2028 sollen Kurzzeitfallpauschalen folgen.

Ambient Listening erfasst Arzt-Patienten-Gespräche im Hintergrund und überführt sie in strukturierte Dokumentation. Ärztinnen und Ärzte können sich so stärker auf das Patientengespräch konzentrieren.

KI ist nur so gut wie die Datenbasis, daher wird Dokumentation zum zentralen Beweismittel. Der Grundsatz „Shit in, shit out“ gilt durch KI verstärkt. Jeder Aufruf eines Sprachmodells verursacht zudem Kosten, die sich bei mehrfacher Unterstützung schnell summieren. Ein konsequentes Monitoring des Token-Verbrauchs ist deshalb entscheidend.

Steigende Prüfquoten im kommenden Jahr machen die automatisierte MBEG-Erstellung für nahezu jede Klinik relevant. Kostenträger und Medizinischer Dienst investieren ebenfalls in vergleichbare Technologien. Das MBEG-Duell KI gegen KI ist schneller eingetreten als vor einem Jahr mit drei bis vier Jahren Zeithorizont prognostiziert. Da der Arbeitsmarkt nicht genügend Kodierfachkräfte und Medizincontroller bereitstellt, wird dies nur durch Synergie aus KI-Vorarbeit und fachkundiger Bewertung leistbar sein.

Quelle:
ku-gesundheitsmanagement.de

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