IDM gGmbH treibt KI-gestützte Dokumentation in Kliniken voran
Die UKE-Tochter IDM entwickelt mit Argo und Orpheus eigene KI-Systeme für Klinikdokumentation und Spracherkennung. Ziel ist Entlastung im Alltag bei gleichzeitigem Verbleib sensibler Daten in Europa…
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Die Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf-Ausgründung Innovative Digitale Medizin gGmbH entwickelt eigene KI-Sprach- und Textsysteme für den Klinikalltag. Ziel ist eine effizientere Dokumentation bei gleichzeitigem Schutz sensibler Patientendaten durch lokale Verarbeitung in Europa.
Das UKE arbeitet seit 2009 durchgehend mit elektronischen Patientenakten und verfügt über rund sieben Millionen dokumentierte Fälle. Diese Daten nutzt IDM anonymisiert als Trainingsbasis für KI-Modelle im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Die Daten verbleiben dabei vollständig innerhalb der Kliniken.
Das Sprachmodell Argo unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei der Erstellung von Arztbriefen. Es generiert automatisch Epikrisen aus Patientendaten. Perspektivisch soll das System die gesamte Arztbriefschreibung übernehmen und die bisherige Dokumentationsform verändern.
Mit Orpheus betreibt IDM zudem eine KI-basierte Spracherkennung. Das System läuft seit Anfang 2025 am UKE und steht rund 15.000 Mitarbeitenden zur Verfügung. Kliniken können die Lösung im eigenen Rechenzentrum betreiben und vermeiden so externe Cloud-Dienste. Orpheus wird bereits in mehreren Universitätskliniken sowie in weiteren Krankenhäusern und Praxen eingesetzt.
Langfristig will IDM Spracherkennung, Text-KI und Datenplattformen integrieren. Gespräche sollen automatisch transkribiert, strukturiert und für Dokumentation sowie Analyse nutzbar werden.
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