Iges-Prognose erhöht Reformdruck auf Kranken- und Pflegeversicherung
Eine Prognose des Iges-Instituts sieht Sozialabgaben bis 2035 bei 50 Prozent. DAK-Chef Storm verlangt rasche Reformen, um Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung zu begrenzen…
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Nach einer aktuellen Prognose des Iges-Institut könnten die Sozialabgaben in Deutschland bis 2035 auf rund 50 Prozent steigen. Betroffen wären Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen. Der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, sieht darin ein klares Warnsignal und fordert zügige Reformschritte noch im laufenden Jahr. Für die gesetzliche Krankenversicherung zeichnet sich bereits 2027 eine erhebliche Finanzierungslücke ab.
Storm schlägt einen zeitlich befristeten Stabilitätspakt vor. Die Ausgaben der Krankenkassen sollen sich bis 2029 stärker an den Einnahmen orientieren. Eine von Nina Warken eingesetzte Finanzkommission soll dafür konkrete Einsparinstrumente benennen. Ergänzend fordert Storm steuerfinanzierte Entlastungen, etwa durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel. Langfristige Effekte erwartet er erst durch Strukturreformen wie die Krankenhausreform. Kurzfristige Hilfen der Bundesregierung reichen nach Einschätzung des Instituts nicht aus.
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