Immanuel-Klinikum Bernau schließt Geburtshilfe zum 1. Oktober 2026
Das Immanuel-Klinikum Bernau schließt zum 1. Oktober 2026 seine Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sinkende Geburtenzahlen, Fachkräftemangel und gesetzliche Kürzungen machen den Betrieb nicht mehr tragfähig…
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Das diakonische Immanuel-Klinikum und Herzzentrum Brandenburg in Bernau beendet zum 1. Oktober 2026 seine Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Träger ist die Immanuel-Albertinen-Diakonie, die zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gehört.
Geschäftsführerin Verena Plocher nennt drei Ursachen: eine sinkende Geburtenrate, anhaltenden Fachkräftemangel und Kürzungen durch das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Im laufenden Jahr wurde in Bernau durchschnittlich nur ein Kind pro Tag geboren. Offene Stellen konnten trotz intensiver Bemühungen nicht besetzt werden.
Mit der Geburtshilfe entfällt auch die Frauenheilkunde. Plocher begründet dies damit, dass ohne Geburtshilfe keine nachhaltige Perspektive für die gesamte Abteilung bestehe. Die Versorgung soll künftig von Geburtskliniken in Rüdersdorf, Berlin-Buch, Oranienburg und Eberswalde übernommen werden, die in 20 bis 30 Minuten erreichbar sind.
Das Klinikum, das als Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg fungiert, will seine Schwerpunkte in Kardiologie, Herz- und Gefäßchirurgie, Anästhesiologie, Intensivmedizin sowie Schmerztherapie weiter ausbauen. Auch Chirurgie und Innere Medizin sollen gestärkt werden.
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