Innsbruck: Ärzte operieren falsches Bein
Nach der Verwechslung bei einer Knie-Arthroskopie in Innsbruck räumt die Klinik mehrere Fehler und Missverständnisse ein, bleibt bei den Ursachen aber unkonkret. Die Patientin hat einen Anwalt eingeschaltet…
- QM
Die Tirol Kliniken erklären die Verwechslung bei einer Knie-Arthroskopie in Innsbruck mit mehreren Fehlern im Ablauf. Die Klinik räumt ein, dass nicht alle Sicherungsmechanismen wie vorgesehen abgearbeitet wurden. Bei den genauen Ursachen bleibt sie aber vage. Die Patientin hat nach dem Vorfall einen Anwalt eingeschaltet.
Der Zwischenfall ereignete sich am 25. Februar 2026. Das Team begann den Eingriff laut Klinik am falschen Knie. Als der Fehler auffiel, brach es die Operation sofort ab und weckte die Patientin aus der Narkose auf. Das richtige Knie war nach Angaben des stellvertretenden Ärztlichen Direktors Thomas Werner-Mathienz gekennzeichnet.
Werner-Mathienz verwies auf komplexe Prozesse mit fünf Berufsgruppen. Nach seinen Angaben führten geringfügige Verstöße gegen interne Vorgaben in der Summe zur Verwechslung. Als möglichen Mitgrund nannte er, dass nach mehreren Eingriffen am linken Knie am Ende des Tages noch eine Operation am rechten Knie anstand. Er sprach von einem möglichen Fixierungsfehler.
Auch nach dem Abbruch kam es laut Bericht zu einem Fehler in der Kommunikation. Die Begleitperson erhielt demnach zunächst die Information, die Operation sei gut verlaufen. Die Klinik teilte mit, sie habe die Patientin noch gegen 21 Uhr in der Aufwachstation informiert. Ein weiteres Gespräch mit Ärzten fand laut Klinik am nächsten Morgen um 7.20 Uhr statt.
Die Tirol Kliniken kündigten präzisere Verfahrensanweisungen, überarbeitete Checklisten, zusätzliche Schulungsinhalte, einen Workshop für Qualitätsbeauftragte und ein neues Schulungskonzept für operativ arbeitende Kliniken an. Ob der Fall zu einer Klage führt, bleibt offen.
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