Insolvenzverfahren läuft: Geschäftsführer nennt zwei Wege für das Krankenhaus Wermelskirchen
Der Geschäftsführer des Krankenhauses Wermelskirchen sieht trotz Insolvenzverfahren gute Chancen für den Erhalt des Hauses. Derzeit erarbeiten die Verantwortlichen einen Sanierungsplan, während Politik und Bürgerschaft gefragt sind…
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Professor Dr. Dietmar Stephan hält den Erhalt des Krankenhauses Wermelskirchen trotz des laufenden Insolvenzverfahrens für realistisch. Er beziffert die Chancen auf 75 bis 80 Prozent. Zugleich betont er, dass am Ende die Politik entscheiden müsse, ob sie ein Krankenhaus im Ort wolle.
Stephan schilderte bei einer öffentlichen Veranstaltung der Senioren-Union die Lage des Hauses. Das Amtsgericht Köln hatte dem Antrag auf vorläufige Eigenverwaltung mit Wirkung zum 1. Februar zugestimmt. Seitdem, so Stephan, sei viel passiert. Er kämpfe an vielen Fronten, könne sich aber auf ein gutes Team verlassen.
Der Geschäftsführer nannte zwei mögliche Wege für die Zukunft des Krankenhauses. Entweder übernimmt ein Investor das Haus. Zuletzt war in diesem Zusammenhang das Klinikum Leverkusen im Gespräch. Oder das Krankenhaus wird eigenständig weitergeführt. Die Zuständigen erarbeiten derzeit einen Sanierungsplan. Ziel ist nach Stephans Worten ein Krankenhaus, das besser wirtschaften kann. Er geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren im Laufe des Jahres abgeschlossen werden kann.
Vor gut 60 Zuhörern richtete Stephan einen klaren Appell an die Bürger. Sie sollten das Krankenhaus nutzen, wenn sie krank sind, und mit anderen Menschen darüber sprechen. Damit verband er eine politische Botschaft: Die Entscheidung über ein Krankenhaus in Wermelskirchen fällt am Ende in der Politik.
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