Intensivmediziner fordert nach Hitzewelle mit 40 Grad politische Konsequenzen für NRW-Kliniken

Die jüngste Hitzewelle hat Kliniken in NRW an ihre Belastungsgrenze gebracht. Mediziner fordern bessere Vorbereitung und politische Unterstützung für künftige Extremhitze…

14. Juli 2026
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Die Hitzewelle im Juli hat Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen an ihre Belastungsgrenze gebracht. Im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler stiegen die Temperaturen im Schockraum auf über 30 Grad, während Ärzte einen Patienten mit einer Körpertemperatur von 42,7 Grad behandelten. Notfallmediziner Thorsten Mülly berichtet, dass die Zahl der Todesfälle so stark anstieg, dass selbst die Kühlkapazitäten für Verstorbene erschöpft waren.

Besonders betroffen waren ältere und chronisch kranke Menschen, aber auch junge Patienten kollabierten nach längerem Aufenthalt in der Sonne. Das Personal arbeitete unter extremen Bedingungen: überfüllte Behandlungsräume, körperliche Erschöpfung und Außentemperaturen von mehr als 37 Grad im Schatten. Die Spitzentemperaturen der Hitzewelle lagen um die 40 Grad Celsius.

Intensivmediziner Prof. Uwe Janssens kritisiert, dass viele Kliniken in der Region und in ganz NRW bis heute nicht ausreichend klimatisiert sind: „Da hat man 20 Jahre lang wirklich geschlafen. Da gibt es einen Riesenbedarf.“ Gemeinsam mit Fachgesellschaften arbeitet er an Konzepten für künftige Hitzewellen. Seinen Appell richtet er auch an die Politik. Er fordert Anerkennung der Leistung des Klinikpersonals und konkrete Unterstützungszusagen für kommende Extremhitzeereignisse.

Quelle:
wdr.de

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