Interim-Management im Krankenhaus: Führung auf Zeit mit klarer Haltung
Interim-Manager übernehmen Verantwortung in schwierigen Phasen. Dr. Jan Schlenker spricht über Vertrauen, Tempo, Kommunikation und warum Führung auf Zeit eine besondere Haltung erfordert…
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Interim-Manager kommen meist dann ins Spiel, wenn Kliniken vor tiefgreifenden Veränderungen stehen. Dr. Jan Schlenker, geschäftsführender Partner von Borchers & Kollegen, beschreibt diese Rolle als bewusste Entscheidung für Verantwortung auf Zeit. Zentrale Voraussetzung für ein Mandat ist für ihn der Rückhalt durch Gesellschafter und Aufsichtsgremien. Ohne Vertrauen und klare Unterstützung sieht er keine Basis für wirksame Führung.
Schlenker betont die Vorteile des externen Blicks. Ohne Betriebsblindheit lassen sich funktionierende Strukturen schneller von problematischen unterscheiden. Hinzu kommt ein hohes Arbeitstempo. Wer nur begrenzt Zeit hat, priorisiert konsequent und schafft früh Transparenz über Zahlen, Risiken und Handlungsoptionen. Kommunikation spielt dabei eine Schlüsselrolle, sowohl gegenüber Gremien als auch gegenüber Beschäftigten.
Die Arbeit in permanenten Krisensituationen empfindet Schlenker nicht als Belastung, sondern als Antrieb. Erfolg misst er daran, wenn Insolvenzen abgewendet und Organisationen stabilisiert werden. Entscheidend sei dabei weniger Methodik als klare Sprache, Präsenz im Haus und die Fähigkeit, auch unbequeme Entscheidungen nachvollziehbar zu vermitteln.
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