Investitionsstau bleibt trotz Millionenprogrammen ein zentrales Problem in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz stockt die Investitionsförderung für Krankenhäuser auf. Verbände begrüßen den Schritt, sehen den Bedarf jedoch weiter deutlich höher und drängen auf strukturelle Reformen…

6. Februar 2026
  • Ökonomie

Rheinland-Pfalz stellt den Krankenhäusern im Jahr 2026 insgesamt 148,5 Millionen Euro für Investitionen bereit. Das sind drei Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ein Teil fließt in konkrete Bau- und Modernisierungsmaßnahmen, ein weiterer als pauschale Förderung. Zusätzlich rechnet das Land mit Mitteln aus Bundesprogrammen und Sondervermögen.

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz hält die Aufstockung für richtig, warnt aber vor anhaltender Unterfinanzierung. Mehr als 60 Prozent der Kliniken arbeiten defizitär. Die verpflichtende Eigenbeteiligung an Investitionen bremst notwendige Modernisierungen. Auch der Verband der Ersatzkassen sieht die Finanzierungslücke als Risiko für Qualität und Patientensicherheit.

Land, Kommunen und Bund sollen Krankenhausplanung und Krisenvorsorge enger verzahnen. Große Projekte wie Klinikneubauten, Investitionen in Intensiv- und OP-Bereiche sowie IT-Erneuerungen stehen im Fokus. Die Debatte um einen Neubau der Universitätsmedizin Mainz zeigt, wie eng Versorgung, Sicherheit und Standortfragen miteinander verbunden sind.

Quelle:
saarbruecker-zeitung.de

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