IT-Governance und Service-Management rücken nach KHZG in den Fokus
Nach der KHZG-Förderphase wird der verlässliche Betrieb digitaler Krankenhaus-IT zur strategischen Aufgabe. Dafür brauchen Kliniken klare Steuerung, professionelles Service-Management und tragfähige Betriebsmodelle…
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Nach dem Digitalisierungsschub durch das Krankenhauszukunftsgesetz müssen Krankenhäuser ihre IT-Organisation strategisch neu ausrichten. Die geförderten Projekte haben Patientenportale, digitale Aufnahme- und Aufklärungsprozesse, klinische Entscheidungsunterstützung, digitale Kommunikation und Sicherheitsinfrastrukturen vorangebracht. Dadurch ist die Abhängigkeit von stabilen IT-Strukturen deutlich gestiegen.
Mit dem Auslaufen der Förderphase steht nicht mehr der Aufbau neuer digitaler Funktionen im Mittelpunkt. Entscheidend ist nun, ob Krankenhäuser ihre erweiterte und stark vernetzte IT-Landschaft dauerhaft stabil, sicher und wirtschaftlich betreiben können. Die IT soll sich dabei vom reaktiven Techniklieferanten zu einem strategischen Business-Partner entwickeln.
Konkret brauche es vier Gestaltungsfelder. Erstens, eine verbindliche IT-Governance mit Zielbild, klaren Rollen und Gremien für Steuerung, Architektur, Sicherheit und Compliance. Zweitens müssen Krankenhäuser IT-Service-Management professionalisieren, unter anderem durch Incident-, Problem- und Change-Management sowie Service-Level-Agreements für versorgungskritische Anwendungen.
Drittens wird ein Portfolio- und Anforderungsmanagement nötig, das Vorhaben nach Nutzen, Risiko, Ressourcenbedarf und strategischem Beitrag priorisiert. Viertens müssen Krankenhäuser ihr Betriebs- und Sourcingmodell klären. Kritische Kernkompetenzen sollen intern verbleiben, kooperative Leistungen können in Verbünden oder Partnerschaften erbracht werden, standardisierbare Services auch extern.
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