IT-Infrastruktur wird zum Flaschenhals für KI-Projekte

Das Gesundheitswesen treibt die Nutzung generativer KI massiv voran, schneller als jede andere Branche. Doch der technologische Sprint trifft auf eine IT-Infrastruktur im Sanierungsstau. Eine Studie von Nutanix legt offen: Fast alle Einrichtungen setzen GenAI bereits ein, kämpfen aber mit veralteter Technik, Sicherheitsbedenken und mangelnder Skalierbarkeit. Die Chancen sind groß, die Risiken ebenso.

8. Juli 2025
  • IT
  • Ökonomie


Generative KI hat sich im Gesundheitswesen mit unerwarteter Dynamik etabliert. Laut Nutanix nutzen 99 Prozent der befragten Einrichtungen bereits GenAI-Anwendungen, etwa für Chatbots, Code-Generierung oder klinische Softwareentwicklung. Trotz dieser Rekordzahl zeigt die aktuelle Enterprise-Cloud-Studie: Die digitale Infrastruktur hält dem Innovationsdruck nicht stand. 96 Prozent der Befragten sehen in ihrer bestehenden IT-Landschaft keine ausreichende Grundlage für eine sichere und skalierbare GenAI-Nutzung.

Größtes Hindernis bleibt die Integration in bestehende Systeme, gefolgt von Datensilos und fehlender Cloud-Native-Kompetenz. Besonders kritisch: Datenschutz und Governance. Die Arbeit mit großen Sprachmodellen auf sensiblen Gesundheitsdaten erfordert robuste Sicherheitsarchitekturen, die in vielen Kliniken fehlen.

Die Befragung macht deutlich: Der Gesundheitssektor steht vor einer digitalen Sollbruchstelle. GenAI ist verfügbar, einsatzbereit und wird genutzt. Doch ohne grundlegende Modernisierung der IT-Infrastruktur geraten Effizienzgewinne, Versorgungssicherheit und Patientenschutz ins Wanken. Die Studienautor:innen fordern daher: IT-Modernisierung muss zur strategischen Priorität werden.

Ein zusätzlicher Trend ist die zunehmende Containerisierung klinischer Anwendungen. 99 Prozent der Einrichtungen setzen sich mit Kubernetes & Co. auseinander. Auch hier zeigen sich hohe Erwartungen an Skalierbarkeit, Datensicherheit und operative Flexibilität.

Die Branche hat die Potenziale von GenAI erkannt, jetzt braucht sie die technischen Fundamente, um diese Potenziale dauerhaft und sicher zu heben.

Quelle:

m-q.ch


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