Josef Hecken verlässt den G-BA nach 14 Jahren als unparteiischer Vorsitzender
Professor Josef Hecken scheidet zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch als unparteiischer Vorsitzender des G-BA aus. Die Trägerorganisationen würdigen seine 14-jährige Amtszeit…
- Personal
Professor Josef Hecken beendet zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit als unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die heutige Plenumssitzung vom 18. Juni 2026 war seine letzte.
Hecken leitete den G-BA seit Juli 2012, also 14 Jahre lang. Der 1959 in Neuwied geborene Jurist bekleidete zuvor mehrere politische Ämter: von 1991 bis 1998 leitete er das Ministerbüro im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, von 2004 bis 2008 war er Minister für Justiz, Gesundheit und Soziales des Saarlandes, von 2009 bis 2012 Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die vier Trägerorganisationen des G-BA würdigten Hecken im Anschluss an das Plenum. GKV-Spitzenverband-Chef Oliver Blatt hob hervor, dass Hecken das Primat einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Patientenversorgung konsequent vertreten habe. KBV-Vize Dr. Stephan Hofmeister betonte, Hecken habe die Unabhängigkeit des G-BA stets gegen politische Einflussnahme verteidigt.
DKG-Chef Dr. Gerald Gaß würdigte den fairen Interessensausgleich, den Hecken auch in strittigen Fragen mit den Kliniken gepflegt habe. KZBV-Vorsitzender Martin Hendges verwies auf konkrete Ergebnisse im Bereich Zahnmedizin. Unter Heckens Vorsitz im Unterausschuss Zahnärztliche Behandlung entstand die Richtlinie zur präventionsorientierten Behandlung von Parodontitis sowie zur Versorgung vulnerabler Gruppen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.