Kassenärztliche Vereinigungen stellen sich gegen Ende der Telefon-AU

Mehrere Kassenärztliche Vereinigungen widersprechen Forderungen nach einem Ende der Telefon-AU. Sie sehen darin eine sinnvolle ärztliche Entscheidung und keinen Missbrauchstreiber…

23. Januar 2026
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Die Diskussion um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung gewinnt an Schärfe. Mehrere Kassenärztliche Vereinigungen, darunter in Bayern und Berlin, sprechen sich klar für den Erhalt der Regelung aus. Sie widersprechen damit dem Vorsitzenden der Kassenärztliche Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt hatte. Die KVen betonen, dass eine telefonische AU stets auf ärztlicher Abwägung basiert und auf bekannte Patientinnen und Patienten begrenzt bleibt. Unterstützung kommt auch vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, das keinen relevanten Einfluss auf steigende Krankmeldungen sieht. Arbeitgeberverbände fordern dennoch eine Abschaffung und Einschränkungen bei der Lohnfortzahlung. Rückhalt erhält die Telefon-AU von der SPD und den Grünen, die keinen messbaren Nutzen einer Abschaffung erkennen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat eine Überprüfung angekündigt.

Quelle:
aok.de

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