KBV bereitet Praxen auf drastische Honorareinschnitte vor
Die KBV will Praxen dabei unterstützen, ihre Leistungsmenge an die reduzierten Vergütungen anzupassen. Patienten müssen mit geringerer Terminverfügbarkeit rechnen…
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Die KBV reagiert auf die milliardenschweren Einsparungen im ambulanten Bereich mit einer konkreten Unterstützungsmaßnahme: Gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen will sie Praxen Informationen bereitstellen, damit diese wirtschaftlich arbeiten können.
KBV-Chef Andreas Gassen beziffert die Folgen je nach Fachgruppe auf sieben bis 13 Prozent weniger Fälle pro Quartal. Exakte Zahlen fehlen noch, da viele Regelungen erst im Bewertungsausschuss verhandelt werden müssen. Die KBV will die Werte zeitnah in Absprache mit den KVen veröffentlichen, denen die Honorarverteilung obliegt.
Kern der Empfehlung ist eine angepasste Praxisorganisation. Praxen sollen planbar nur so viele Fälle abarbeiten, für die eine Vergütung vorhanden ist. Leistungen, die über das vergütete Maß hinausgehen, sollen vermieden werden. Für Patienten bedeutet das voraussichtlich eine geringere Terminverfügbarkeit.
Gassen sieht Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) in der Pflicht, die Folgen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes zu bewältigen und zu klären, wie mit der deutlich reduzierten Vergütung die Sicherstellung der Versorgung perspektivisch gestaltet werden soll. Eine reine Spargesetzgebung könne die Versorgung langfristig weder stabilisieren noch verbessern.
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