KBV-Vorständin Steiner kritisiert: Anmeldeprozess zur ePA überfordert viele Versicherte

Die ePA verzeichnet nach zwölf Monaten Befüllungspflicht fast 160 Millionen hochgeladene Dokumente, doch bei den Versicherten ist sie laut KBV-Vorständin Steiner noch kaum angekommen…

8. Oktober 2026
  • Digitale Klinik
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Ein Jahr nach Einführung der Befüllungspflicht zeigt die elektronische Patientenakte hohe Nutzungszahlen bei den Leistungserbringern. Bei den Versicherten selbst kommt sie dagegen kaum an. KBV-Vorständin Dr. Sibylle Steiner sieht im komplizierten Anmeldeprozess eine zentrale Hürde.

Von 160.000 angeschlossenen Einrichtungen haben laut Bundesgesundheitsministerium mehr als 159.000 mit der ePA gearbeitet. Wöchentlich werden drei Millionen Dokumente hochgeladen, mehr als 35 Millionen Medikationslisten geöffnet. Insgesamt wurden seit dem Start fast 160 Millionen Dokumente eingestellt, 91 Prozent davon durch niedergelassene Praxen.

Gut 73 Millionen der 74,5 Millionen gesetzlich Versicherten besitzen eine ePA. Für Privatversicherte wurden 386.000 Akten angelegt. Aktiv zugreifen können bislang jedoch nur 5,4 Millionen Versicherte mit einer digitalen GesundheitsID. Steiner kritisierte, viele scheiterten bereits am Registrierungsprozess.

Am ePA-System nehmen aktuell 82.000 Arztpraxen, 27.500 Zahnarztpraxen, 12.500 Apotheken und 1.300 Kliniken teil. Technische Störungen und mangelnde Stabilität bremsen die Praxen nach Angaben der KBV weiterhin aus. Ob Einrichtungen, die nicht teilnehmen, sanktioniert wurden, ist dem Ministerium nicht bekannt.

Quelle:
apotheke-adhoc.de

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