Kehl, Lahr und Achern im Fokus der Sparpläne des Ortenau Klinikums

Das Ortenau Klinikum prüft Sparvarianten, darunter die Zentralisierung der Frauenheilkunde nach Offenburg, da in den Jahren 2029 und 2030 Fehlbeträge von jeweils 50 Millionen Euro drohen…

26. Oktober 2026
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Die Leitung des Ortenau Klinikums und Landrat Thorsten Erny haben die Zentralisierung der Frauenheilkunde in Offenburg vorgestellt, die nun geprüft wird. Die Geburtshilfen in Achern und Lahr würden dann wegfallen. Anlass sind Fehlbeträge von 50 Millionen Euro in den Jahren 2029 und 2030, die laut Landratsamt auch auf neue Bundesgesetze zurückgehen.

In Offenburg könnte mit rund 3.500 erwarteten Geburten pro Jahr eines der größten Geburtshäuser des Landes entstehen. Der Klinikneubau, der 2030 fertig werden soll, bietet dafür 14 Kreißsäle. Auch das Brustkrebszentrum aus Lahr würde nach Offenburg wechseln.

Zudem wird geprüft, das Krankenhaus Kehl vorzeitig zu schließen. Es soll Ende 2027 schließen, mitte 2027 käme ein früherer Termin in Frage. Laut Vorstandsvorsitzender Claudia Bauer-Rabe ließe sich das Ergebnis des Klinikverbunds damit um rund zwei Millionen Euro verbessern.

Außerdem wird geprüft, die Kardiologie und die Neurologie in Lahr aufzugeben. Dann wäre Lahr nur noch ein Krankenhaus der Grundversorgung, bisher ist es ein Schwerpunktversorger.

Bauer-Rabe hält jeweils zweistellige Millionenbeträge für möglich. Das Klinikum könnte sich um zehn bis 20 Millionen Euro verbessern. Nach den Neubauten sei zudem weniger Personal nötig.

Die Kreistagsmitglieder prüfen die Varianten in den kommenden Wochen, eine Entscheidung könnte im Januar fallen. Landrat Erny betont, dass im laufenden Betrieb nicht genug gespart werden könne, denn dauerhafte Prognosen überforderten die kommunalen Haushalte.

Quelle:
swr.de

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