KEM gibt Standort Werden auf und konzentriert sich auf zwei Häuser in Essen
Die Evang. Kliniken Essen-Mitte wollen ihr Krankenhaus in Werden schließen und die Abteilungen auf die Standorte Huyssensstift und Steele verteilen. Fördermittel aus dem Transformationsfonds sind beantragt…
- Ökonomie
Die Evangelischen Kliniken Essen-Mitte (KEM) planen die Schließung ihres kleinsten Standorts in Essen-Werden. Die Abteilungen sollen auf die verbleibenden Häuser Huyssensstift in Huttrop und Krankenhaus Steele verteilt werden. Fördermittel dafür sind beantragt, unter anderem aus dem Transformationsfonds. Geschäftsführer Hans-Dieter Weigardt rechnet damit, dass der Antrag spätestens 2027 berücksichtigt wird.
Konkret sollen Psychiatrie, Geriatrie und Naturheilkunde nach Steele wandern. Die Psychiatrie zieht dafür vom Huyssensstift um. Rheumatologie, Hämatologie und Augenklinik werden von Werden ins Huyssensstift verlagert. In Huttrop hat der Träger bereits zusätzliche Flächen erworben. Weigardt begründet den Schritt mit zu wenigen Betten und zu hohen Fixkosten am Standort Werden.
Finanziell stehen die KEM mit einem Umsatz von über 300 Millionen Euro und einem leicht positiven Ergebnis 2025 vergleichsweise stabil da. Auch für 2026 wird ein positiver Abschluss erwartet. Für das kommende Jahr befürchtet die Geschäftsführung jedoch Einbußen durch die Krankenhausreform und das GKV-Stabilisierungsgesetz.
Die rund 2800 Beschäftigten haben eine Arbeitsplatzgarantie, aber keine Standortgarantie. Parallel laufen Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern, darunter die Universitätsmedizin Essen. Das 2023 angekündigte „Essener Modell“ mit Contilia und dem Alfried Krupp Krankenhaus war im Oktober 2024 gescheitert.
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