KHVVG-Grouper verändert Zuordnung stationärer Diabetologie grundlegend

Der KHVVG-Grouper bricht mit alten Zuordnungsprinzipien in der stationären Diabetologie. DRGs lassen sich nun mehreren Leistungsgruppen zuordnen. Ein zweistufiges Verfahren bringt mehr Flexibilität – aber auch mehr Unsicherheit in die Strukturplanung. Die Fachabteilung mit längster Verweildauer entscheidet oft.

17. April 2025
  • Ökonomie


Mit der Einführung des KHVVG-Groupers hat sich die Systematik der Fallzuordnung in der stationären Diabetologie deutlich verändert. Bisherige Planungen, die von einer festen Verbindung zwischen DRGs und Leistungsgruppen ausgingen, lassen sich in der neuen Logik nicht mehr aufrechterhalten. Das neue Verfahren arbeitet zweistufig: Zunächst erfolgt die Leistungsgruppenzuordnung über eine Kombination aus Diagnosen, Prozeduren und Alter – ähnlich der DRG-Logik. Wird auf dieser Ebene keine passende Leistungsgruppe gefunden, greift im zweiten Schritt der FAB-Schlüssel der Fachabteilung mit der längsten Verweildauer. Diese Änderung bringt Unsicherheit in die Diskussion um eine mögliche Zentralisierung der Diabetologie. Die Zuweisung erfolgt nun fallbasiert und kann von Faktoren abhängen, die mit der diabetologischen Kernleistung nur mittelbar zu tun haben. Für Klinikstrategen und Planungsverantwortliche stellt sich damit die Frage, ob und wie ein klarer Schwerpunktstandort künftig abbildbar ist – oder ob neue Mischstrukturen entstehen…

Quelle:

die-diabetes-kliniken.de


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