KI-Agent MIRA übertrifft Ärzte bei Diagnosegenauigkeit
Forschende der TU Dresden und des Universitätsklinikums Dresden haben mit MIRA einen KI-Agenten entwickelt, der in simulierten Patientenakten diagnostische Aufgaben selbstständig ausführt und dabei ärztliche Vergleichsgruppen bei der Diagnosegenauigkeit übertrifft…
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Forschende des Else Kröner Fresenius Zentrums für Digitale Gesundheit an der TU Dresden und des Dresdner Universitätsklinikums haben den KI-Agenten MIRA entwickelt und seine Leistung in einer in Nature veröffentlichten Studie belegt. MIRA arbeitete in einer simulierten Krankenhausumgebung innerhalb elektronischer Patientenakten und übernahm dabei klinische Routineaufgaben, die bislang ausschließlich ärztlichem Personal vorbehalten waren.
In der retrospektiven Studie bearbeitete MIRA mehr als 500 reale Patientenfälle, die in einer simulierten Notaufnahme nachgebildet wurden. Der Agent erhob die Anamnese, forderte Untersuchungen an, interpretierte Befunde und bereitete Therapieentscheidungen vor. Dabei stand ihm ein kontrolliertes klinisches Toolkit mit elf Instrumenten und mehr als 85.000 möglichen Handlungsoptionen zur Verfügung, darunter Labor-, bildgebende und mikrobiologische Untersuchungen sowie Medikamentenverschreibungen und Einweisungsentscheidungen.
MIRA erzielte eine höhere diagnostische Genauigkeit als die ärztlichen Vergleichsgruppen und traf leitliniengerechte sowie sichere Behandlungsentscheidungen. Erstautor Dyke Ferber betont, dass KI-Tools medizinisches Fachpersonal entlasten und mehr Zeit für die Patientenversorgung schaffen sollen, dabei aber höchsten Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Verlässlichkeit genügen müssen.
Prof. Jakob N. Kather vergleicht KI-Agenten mit Autopiloten im Flugzeug. Sie können Routineaufgaben übernehmen, die ärztliche Verantwortung bleibt jedoch beim Fachpersonal. Die weitere Entwicklung konzentriert sich auf die sichere und transparente Integration solcher Systeme in die klinische Praxis.
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