KI auf Rezept? Ärzte sehen großes Potenzial, aber auch Grenzen

ChatGPT erkennt Schwangerschaften, hilft bei Diagnosen und wird zunehmend auch von Ärzten genutzt. Doch Künstliche Intelligenz in der Medizin bleibt Werkzeug – kein Ersatz. Der ärztliche Blick auf den ganzen Menschen bleibt unverzichtbar. KI kann entlasten, aber auch verwirren.

24. April 2025
  • IT
  • Medizin


Ob bei der Auswertung von Blutwerten, der Interpretation von Symptomen oder der Erkennung seltener Erkrankungen: Künstliche Intelligenz zieht spürbar in den medizinischen Alltag ein. Sprachmodelle wie ChatGPT liefern oft erstaunlich präzise Ergebnisse. Besonders jüngere Ärztinnen und Ärzte setzen KI-Tools bereits als Diagnosehilfe ein. Studien zeigen: In Tests schnitten KI-Systeme in der Diagnostik zum Teil besser ab als Mediziner – unter Laborbedingungen. Doch es gibt Grenzen. KI verstärkt mitunter Fehleinschätzungen, wenn sie ohne Kontext genutzt wird. Patientinnen erscheinen verunsichert in Praxen – getrieben von überambitionierten Selbstdiagnosen. Ärztinnen und Ärzte warnen deshalb vor einer Entfremdung durch technikbasierte Scheinsicherheit. Gleichzeitig wächst der Bedarf an digitalen Hilfsmitteln. Angesichts steigender Fallzahlen und chronischem Fachkräftemangel sehen viele die KI als notwendige Ergänzung. Sie kann Daten analysieren – aber nicht entscheiden. Die künftige Versorgung basiert auf Teamarbeit: Menschliche Erfahrung trifft auf maschinelle Präzision. Nur so entsteht ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem…

Quelle:

br.de


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