KI beschleunigt mikroskopische Infektionsdiagnostik
Ein KI-gestütztes Mikroskop verkürzt Diagnosezeiten in der Mikrobiologie deutlich und liefert früh relevante Hinweise für die Therapie in Notfällen…
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An der Universitätsmedizin Greifswald wird ein EU-gefördertes Mikroskop eingesetzt, das Künstliche Intelligenz mit automatisierter Lichtmikroskopie verbindet. Die Technologie unterstützt die mikrobiologische Diagnostik bei zeitkritischen Infektionen wie der Sepsis.
In der translationalen klinischen Mikrobiologie am Friedrich Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie analysiert das System mikroskopische Präparate schneller und sensitiver als herkömmliche Verfahren. KI-Algorithmen erkennen relevante Erregerstrukturen, blenden irrelevante Bildfelder aus und priorisieren verdächtige Befunde.
Dadurch liegen häufig bereits vor der klassischen Kultivierung erste Hinweise auf den Erreger vor. Diese Zeitersparnis kann eine frühzeitig angepasste Antibiotikatherapie ermöglichen. Die medizinische Entscheidung verbleibt bei mikrobiologischen Fachärztinnen und Fachärzten.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert und erweitert die Möglichkeiten für automatisierte und beschleunigte Infektionsdiagnostik.
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