KI in der Medizin: Die Verantwortung bleibt in ärztlicher Hand

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die medizinische Versorgung, doch Ärzt:innen schlagen Alarm: Virtuelle Figuren wie der „Doktor” aus „Star Trek” sind für sie keine Vorbilder. Der 129. Deutsche Ärztetag fordert deshalb Regeln, Verantwortung und Transparenz. Menschliche Empathie und ärztliches Urteil dürfen nicht digital ersetzt werden.

30. Mai 2025
  • IT
  • Medizin


Der 129. Deutsche Ärztetag hat daher klare Leitlinien für den Einsatz von KI in der Medizin formuliert. Die Ärzt:innen fordern eine verantwortungsvolle Nutzung digitaler Systeme, die die ärztliche Entscheidungsfreiheit respektiert. Automatisierte Diagnosen ohne menschliche Kontrolle lehnt die Ärzteschaft strikt ab. Besondere Sorge gilt dem Schutz sensibler Gesundheitsdaten und der ärztlichen Schweigepflicht. Ein interdisziplinäres KI-Expertengremium soll künftig ethische und medizinische Standards erarbeiten. Ferner sprachen sich die Delegierten für unabhängige Serverstandorte in Europa und gegen die Monopolisierung durch Technologiekonzerne aus. Zentrale Anliegen sind zudem die Förderung ärztlicher KI-Kompetenz, transparente Algorithmen und die Beteiligung der Ärzteschaft an der Datenökonomie. Die Ärzt:innen pochen darauf, dass Empathie, Erfahrung und Verantwortung auch in einer digitalisierten Versorgungswelt unersetzlich bleiben.

Quelle:

aerzteblatt.de


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