KI in der Onkologie: ChatGPT-5 erreicht nur in gut zwei Dritteln der Fälle klinisch akzeptable Übereinstimmung

Eine auf dem DGU-Kongress vorgestellte Studie offenbart Schwächen von ChatGPT-5 bei der Hodenkrebstherapie. Nur in gut zwei Dritteln der bewerteten Fälle stimmten die Ergebnisse klinisch akzeptabel mit dem Expertenkonsens überein…

12. Oktober 2026
  • Data und KI

ChatGPT-5 zeigt bei der Unterstützung ärztlicher Therapieentscheidungen zum Hodenkrebs Schwächen. Eine auf dem 78. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellte Studie ergab, dass die Übereinstimmung des KI-Modells mit einem Expertenkonsens nur in gut zwei Dritteln der bewerteten Fälle klinisch akzeptabel war.

Angelina Strauch vom Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz präsentierte die Untersuchung unter der Abstractnummer V15-06. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gut die Ergebnisse des Large Language Models (LLM) mit den Einschätzungen medizinischer Experten übereinstimmen. Der Vergleich lieferte Einschränkungen hinsichtlich der klinischen Akzeptabilität der Ergebnisse.

Auch bei den konkreten Therapieempfehlungen erwies sich ChatGPT-5 der Untersuchung zufolge als weniger zuverlässig als der Expertenkonsens. Damit betreffen die festgestellten Unterschiede einen unmittelbar behandlungsrelevanten Bereich der ärztlichen Entscheidungsunterstützung.

Die Untersuchung liefert somit Ergebnisse zur Leistungsfähigkeit von ChatGPT-5 bei der Hodenkrebstherapie. Die Bewertung orientierte sich dabei am Expertenkonsens und der klinischen Akzeptabilität der Übereinstimmung.

Quelle:
aerzteblatt.de

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