KI-Projekte am Universitätsklinikum Bonn (UKB): Virtuelle Pflegeübungen und OP-Assistenzroboter
Das UKB testet KI in der Pflegeausbildung und in der Chirurgie. Ein Roboter unterstützt Operationen und VR-Brillen dienen zur Schulung. Doch die Förderung ist ausgelaufen…
- Data und KI
Im Rahmen des Projekts „Innovative Secure Medical Campus“ (ISMC) hat das Universitätsklinikum Bonn neue digitale Technologien erprobt. Dazu gehörte der Einsatz von Virtual Reality in der Pflegeausbildung. Pflegeschüler:innen trainieren damit realistische Szenarien in virtuellen Patientenzimmern. Das Projekt wurde seit 2022 mit 17,4 Millionen Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Mitte 2025 lief die Finanzierung aus.
Ein Schwerpunkt lag auf KI-gestützter Operationsunterstützung. Thoraxchirurg Joachim Schmidt stellte den Roboter „Ion” vor, der am Standort erstmals in Deutschland klinisch eingesetzt wurde. Das System erstellt 3D-Rekonstruktionen aus CT-Bildern und ermöglicht so die präzise Entfernung kleinster Lungenbefunde. In zehn Monaten wurden 150 Patientinnen und Patienten damit untersucht.
Parallel dazu entwickelte das ISMC-Team gemeinsam mit Siemens einen Assistenzroboter, der Materialien steril anreicht und sich autonom im OP bewegen kann. Ziel war der Aufbau einer sicheren Infrastruktur für den klinischen Betrieb. Nach dem Ende der Förderung bleibt jedoch offen, ob und wie die erprobten Technologien dauerhaft im Klinikalltag etabliert werden können.
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