KI soll Arztbriefe und Befunde in standardisierte Daten überführen

Ein neues KI-Projekt soll medizinische Daten aus Arztbriefen und Befunden automatisch in die elektronische Patientenakte (ePA) überführen. Das Fraunhofer IESE entwickelt mit Partnern eine Software, die Gesundheitsdaten strukturiert und sicher verarbeitet. Herausforderungen sind Datensicherheit und Verlässlichkeit der KI-Modelle.

6. März 2025
  • IT


Künstliche Intelligenz könnte die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) revolutionieren. Das Fraunhofer-Institut IESE entwickelt mit Partnern im Projekt „FHIR-Starter“ eine Software, die medizinische Texte automatisch in strukturierte Daten überführt. Ziel ist eine effizientere Nutzung der ePA und eine bessere Datenintegration in Praxis- und Kliniksysteme. Der Softwaredienst nutzt KI-gestützte Sprachmodelle, um Informationen aus Arztbriefen oder Laborberichten in standardisierte Formate (FHIR, LOINC, SNOMED-CT) zu überführen. Dies soll den Zeitaufwand für manuelle Dokumentation verringern und den Datenaustausch im Gesundheitswesen verbessern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit 1,64 Millionen Euro. Zwei zentrale Herausforderungen stehen im Fokus: die Verlässlichkeit der KI und der Datenschutz. KI-Modelle neigen dazu, unvollständige Daten zu ergänzen – ein potenzielles Risiko für die Versorgung. Das IESE arbeitet daher mit einem „Uncertainty Wrapper“, der Unsicherheiten quantifiziert und minimiert. Zudem wird die Software ausschließlich auf Open-Source-LLMs basieren, die auf eigenen Servern betrieben werden – eine Lösung, die höchste Datenschutzanforderungen erfüllt…

Quelle:

aerzteblatt.de


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