KI-System KITTU geht in die nächste Entwicklungsphase
Ein KI-Prototyp aus Mainz soll Therapieentscheidungen bei urologischen Tumoren künftig gezielter unterstützen und wird nun standortübergreifend getestet…
- Data und KI
An der Universitätsmedizin Mainz wird ein KI-gestütztes Assistenzsystem für urologische Tumortherapien weiterentwickelt. Der Prototyp KITTU entstand in einem Verbund aus Urologie, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Industriepartnern. In der neuen Projektphase steht eine prospektive, multizentrische Evaluation im Fokus.
Grundlage des Systems ist eine umfangreiche Datenbank mit Informationen zu Patientinnen und Patienten mit Prostata-, Urothel- und Nierenzellkarzinomen. Das KI-Modell orientiert sich methodisch an den Entscheidungsprozessen interdisziplinärer Tumorboards. Es unterscheidet zunächst zwischen operativen und medikamentösen Therapieansätzen und konkretisiert anschließend die jeweilige Empfehlung.
Ein integriertes Dashboard stellt die entscheidungsrelevanten Patientenfaktoren transparent dar. Erste Auswertungen mit retrospektiven Daten zeigen eine hohe Übereinstimmung mit klinischen Empfehlungen. Die Förderung der zweijährigen Evaluation erfolgt durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung.
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